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Kritik von Digitalcourage an Schutzranzen: 

Richtigstellung teils irreführender Behauptungen

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Der eingetragene Verein Digitalcourage setzt sich eigenen Angaben zufolge “für Grundrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter” ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich durch Spenden und “lebt von viel freiwilliger Arbeit”. Damit genug Spenden eingehen, ist der Verein somit auf möglichst große mediale Aufmerksamkeit angewiesen. Die App Schutzranzen der Coodriver GmbH hat Digitalcourage eben diese Aufmerksamkeit beschert.  Im Rahmen einer Medienkampagne hat der Verein teils Behauptungen aufgestellt, die nicht den Tatsachen entsprechen. Stellungnahmen und Kontaktaufnahme-Versuche durch die Coodriver GmbH wurden von Digitalcourage ignoriert. Das ist problematisch, da Digitalcourage teils fehlerhafte Informationen an Journalisten und Politiker weitergegeben hat, die aufgestellte Behauptungen nicht selbst nachgeprüft haben. Hier eine Richtigstellung.

1. Digitalcourage: „Technisch ist das Modell von Schutzranzen rückschrittlich.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage behauptet, die Ausstattung von Verkehrsteilnehmern mit Trackern und Apps zur Erkennung durch (autonome) Autos sei rückschrittlich, da dann alle Verkehrsteilnehmer ohne diese technischen Hilfsmittel ungeschützt wären. Dies zeigt sehr anschaulich, wie wenig sich die Digitalcourage mit dem Thema auskennt. Selbstverständlich werden autonome Autos eine Sensorik besitzen, die alle Verkehrsteilnehmer schützt. Die Schutzranzen Lösung versteht sich als zusätzlicher Schutz dort, wo die Sensorik nicht optimal arbeiten kann – wie beispielsweise, wenn ein Kind hinter einem parkenden Auto verborgen ist. Gefahrensituationen können so deutlich früher erkannt werden. Schutzranzen ist eine Ergänzung zur Umfelderkennung des Fahrzeuges, ersetzt diese aber nicht. Sollte diese Ergänzung ein einziges Leben retten, hat sie sich schon gelohnt. Millionen von Menschen besitzen bereits Smartphones – es wäre fahrlässig, diese nicht als zusätzlichen Faktor für die Sicherheit im Straßenverkehr zu nutzen.

2. Digitalcourage: „Überwachung von Kindern ist unverantwortlich.”

Coodriver GmbH: Der Verein Digitalcourage wirft der Coodriver GmbH vor, sich der möglichen Gefahren einer Überwachung von Kindern nicht bewusst gewesen zu sein und sensible Daten ungeschützt gesammelt zu haben. Richtig ist: Die Schutzranzen Lösung hat zu keinem Zeitpunkt Daten gesammelt oder bereitgestellt, da sie von Anfang an so aufgebaut wurde, dass ein Sammeln von Daten nicht möglich ist. Schutzranzen finanziert sich seit Beginn durch Sponsoren, dem Verkauf der Kinder-Apps sowie durch Patenschaften. Zu keiner Zeit bestand Gefahr für die Nutzer. Die Coodriver GmbH hat alle finanziellen Mittel in die Entwicklung einer anonymen, werbefreien und unbedenklichen App gesteckt, statt in Anwälte und Webseiten – und ist damit zu einem einfachen Ziel der Kampagne von Digitalcourage geworden, die aus reißerischen Falschaussagen einen erfolgreichen Spendenaufruf für die eigene Sache gemacht hat. 

3. Digitalcourage: „Schutzranzen schafft Gefahren.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage behauptet, dass durch die App Gefahren entstehen. Kinder und Autofahrer seien aufgrund der Schutzranzen-App möglicherweise unvorsichtiger. Das ist natürlich Quatsch. Auch auf Zebrastreifen, Warnschilder und Warnwesten dürfen sich Kinder und Autofahrer nicht verlassen, sondern sie müssen natürlich trotzdem aufmerksam im Straßenverkehr sein. Das gilt auch für ein zusätzliches digitales Sicherheitsfeature. Digitalcourage behauptet zudem, die App könne eine zusätzliche Ablenkung darstellen. Richtig ist: Die Warnungen erfolgen für die Autofahrer auch durch ein akustisches Signal. Ein Blick auf das Handydisplay ist nicht nötig, und die Warnung kann sogar während eines Telefonats des Fahrers erfolgen und unterbricht das ablenkende Gespräch.

4. Digitalcourage: „Schutzranzen behebt nicht die Ursachen von Gefahren im Straßenverkehr.”

Coodriver GmbH: Laut Digitalcourage sind nicht Kinder die Gefahren, vor denen gewarnt werden müsste, sondern unachtsame Fahrer, Handys am Steuer, unübersichtliche Schulwege, zu schmale Radwege und Ähnliches. Das ist nicht falsch. Doch dann dürfte es auch keine Schülerlotsen und Warnschilder geben. Die warnen ebenfalls vor Kindern – nicht, weil sie eine Gefahr darstellen, sondern weil sie impulsiver und unkontrollierter handeln als Erwachsene und sich dadurch gefährden können. Auf Kinder aufmerksam zu machen ist in jedem Fall sinnvoll, auch wenn es andere Probleme wie beispielsweise unübersichtliche Schulwege nicht löst.

5. Digitalcourage: „Digitale Überwachung ist keine Lösung, sondern ein Problem.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage behauptet, dass Schutzranzen Daten sammelt und weitergibt, aus denen dann Persönlichkeitsprofile erstellt werden können, was sich nachteilig auf die betreffenden Personen auswirken könnte. Richtig ist, dass die Schutzranzen-Lösung keine persönlichen Daten gesammelt hat, sammelt oder sammeln wird. Somit handelt es sich nicht um digitale, personenbezogene Überwachung, sondern um eine digitale, anonyme und werbefreie ergänzende Sicherheitsmaßnahme im Straßenverkehr. Schutzranzen finanziert sich über die kostenpflichtige App und über Patenschaften – somit ist ein Sammeln der Daten für das Geschäftsmodell nicht notwendig und wird auch nicht praktiziert.

6. Digitalcourage: „Schutzranzen schafft Abhängigkeiten.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage führt auf, dass einige Bedingungen erfüllt sein müssen, damit die Schutzranzen-Lösung wirkt. Das Kind muss Schutzranzen nutzen, der Autofahrer muss das Signal empfangen, ein GPS Signal muss gesendet und empfangen werden können. Sei eine dieser Bedingungen nicht gegeben, wäre Schutzranzen in diesem Fall wirkungslos – und dürfe daher von vorneherein nicht zum Einsatz kommen. Das ist kein Argument. Schließlich stellt auch niemand Ampeln in Frage, nur weil diese ausfallen können. Schutzranzen versteht sich als sinnvolle ergänzende Sicherheitsmaßnahme im Straßenverkehr, ersetzt aber nicht die Verkehrserziehung der Kinder. Selbstverständlich muss ein Kind im Straßenverkehr auf sich selbst aufpassen können. Doch Kinder lassen sich leicht ablenken. Ist ein Kind unaufmerksam, und wird ein Autofahrer dank Schutzranzen rechtzeitig gewarnt, hat sich die Anwendung bereits gelohnt. Bei Schutzranzen geht es um zusätzliche Sicherheit, und nicht darum, die alleinige Sicherheitsmaßnahme zu sein.

7. Digitalcourage: „Pädagogik- und Kinderhilfe-Verbände warnen vor Schutzranzen.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage schreibt, Überwachung durch die Tracking-Funktion sei für Kinder schädlich und man solle ihnen lieber vertrauen. Diese Auffassung werde auch von verschiedenen Verbänden geteilt. Das Ziel von Schutzranzen ist, Kindern zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr zu geben. Die Tracking-Funktion war nur ein Nebenprodukt, das Eltern nutzen konnten oder auch nicht. In der neuesten Version der App ist die Funktion nicht mehr enthalten. Klar ist: Jedes Smartphone bietet Lokalisierungsmöglichkeiten. Mündige Smartphone-Nutzer sollten wissen, wann sie diese Funktion erlauben und wann nicht.  

8. Digiralcourage: „Scout, Wolfsburg und Volkswagen haben sich von Schutzranzen distanziert.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage beruft sich auf Partnerschaften der Coodriver GmbH, die angeblich aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht mehr bestehen. Das ist falsch. Der Exklusivvertrag mit Scout ist letztes Jahr ausgelaufen – wenn auch zeitweise durch Scout weiterhin Schutzranzen-Gutscheine in den Scout Schulränzen verteilt wurden. Die Stadt Wolfsburg hat sich aufgrund der negativen Berichterstattung dazu entschlossen, das Projekt nicht fortzuführen – was ausschließlich auf die Falschaussagen des Vereins Digitalcourage zurückzuführen ist. Für Volkswagen macht eine Zusammenarbeit für den Serienbetrieb keinen Sinn, bevor nicht eine ausreichende Abdeckung an Nutzern erreicht ist. 

9. Digitalcourage: „Sicherheit im Straßenverkehr muss für alle gelten.”

Coodriver GmbH: Digitalcourage weist darauf hin, dass die Ablenkung durch Smartphones die häufigste Unfallursache in Deutschland ist, und fordert daher eine kinder-, fußgänger- und radfahrerfreundlichere Stadtgestaltung zur Unfallvermeidung. Wir fragen uns hier, warum zu einer besseren Stadtgestaltung nicht auch noch – als zusätzliches Sicherheitsfeature – eine anonyme, werbefreie und zukunftsgerichtete Technologie zum Einsatz kommen kann, welche den abgelenkten Autofahrer warnt und zur Aufmerksamkeit mahnt. Je autonomer Fahrzeuge im Laufe der Zeit werden, desto höher wird der Bedarf an solchen Technologien sein und desto wichtiger wird ihr Einsatz. Breitere Fahrradwege werden alleine nicht ausreichen. Zudem kann auch die kinder-, fußgänger- und radfahrerfreundlichste Stadtgestaltung nicht verhindern, dass Kinder einem Ball hinterher auf die Fahrbahn laufen.

10. Digitalcourage: „IT-Sicherheit und sensible Daten im Internet der Dinge.”

Coodriver GmbH: Der Verein Digitalcourage ist grundsätzlich dagegen, dass Kinder und ihre besonders sensiblen Positionsdaten mit dem Internet der Dinge vernetzt sein sollten, da Cyber-Angriffe und Viren zunehmen und die Sicherheit dieser Daten bedrohen. Tatsächlich ist es wichtig, Angriffen durch fortwährende Weiterentwicklung der Sicherheitssysteme entgegenzutreten. Da Schutzranzen keine Daten sammelt oder speichert, gibt es für Angreifer auch nichts zu holen. Würde man jegliche Gefahr ausschließen wollen, müsste man zuallererst Smartphones verbieten. Denn diese sind alle mit einem Tracking-System ausgestattet und sammeln fleißig Daten.

Über die Coodriver GmbH: Coodriver wurde 2016 von Walter Hildebrandt gegründet. Das Unternehmen gibt die App Schutzranzen heraus, die Autofahrer warnt, sobald Kinder in der Nähe sind, die mit der Schutzranzen-Lösung ausgestattet sind. 2016 hat Coodriver für Schutzranzen den Sicherheitspreis von auto motor und sport und HUK-COBURG gewonnen.

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