Stellungnahmen zu aktuellen Artikeln

Stellungnahme zum Artikel auf heise.de und den Aussagen der Landesbeauftragten für Datenschutz Frau Thiel

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Diese Stellungnahme bezieht sich auf den folgenden Artikel:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schutzranzen-Projekt-kombiniert-Kinder-Tracking-mit-Verkehrssicherheit-3947907.html

Die meisten Aspekte, über die in diesem Artikel berichtet wird, haben wir in unserer Stellungnahme zum Artikel des Vereins Digitalcourage ausführlich beantwortet. Zusätzlich beantworten wir hier die Kommentare der Landesbeauftragten für Datenschutz Frau Thiel.

“Rechtmäßigkeit "zweifelhaft"

Thiel hält es für "zweifelhaft", dass die Positionsdaten der Kinder nur anonym in die Cloud übermittelt werden, da bei der Nutzung auch immer die IP-Adresse übermittelt werde. Damit sei von einer Personenbeziehbarkeit auszugehen. Überdies verlange die "Elternfunktion" eine eindeutige Zuordnung der Positionsdaten zu einem Kind. "Eine datenschutzkonforme Anonymisierung der Daten ist mit einem sehr hohen Aufwand verbunden", erläutert Thiel. Sie weist überdies darauf hin, dass sich die App auch Berechtigungen für Fotos, Medien und Dateien und die Kamera geben lässt. "Es ist stark anzuzweifeln, dass diese Daten für die Funktionen der App erforderlich sind." Überdies würden anscheinend bei der Verschlüsselung aktuelle technische Standards nicht eingehalten.”

  • Es ist wahr, dass bei allen Internetverbindungen die IP-Adresse des Senders an den Empfänger übermittelt wird. Hierzu gibt es keine Alternative im heutigen Internet. 
  • Um aber aus einer dynamischen mobilen IP-Adresse einen Personenbezug abzuleiten, müsste man Zugriff auf mehrere IP-Adressen über einen längeren Zeitraum haben, sowie sogenannte “Side-Channel” Informationen wie Daten der Mobilfunkanbieter. Da der Coodriver-Server keinerlei Daten zu den Verbindungen speichert oder liest, ist die Verbindung anonym nachdem sie beendet wird, d.h. es kann weder zum Zeitpunkt der Verbindung noch im Nachhinein nachvollzogen werden, woher die Information kann, die einen Sektor aktiviert hat. 

“Mit Blick auf die am 25. Mai umzusetzende europäische Datenschutz-Grundverordnung merkt Thiel an, dass der Grundsatz des "Privacy by Design" nach "datenschutzfördernden Gestaltungsalternativen" rufe. Die App biete mehrere Funktionen, die nicht ausschließlich der Verkehrssicherheit dienten, womit eine differenzierte Interessensabwägung notwendig werde. Thiel sieht daher einen "hinreichenden Anlass, sich intensiv mit dem Projekt "Schutzranzen" und den dazugehörigen Systemen auseinanderzusetzen". Brink hält die Durchführung einer von der Grundverordnung vorgesehenen Datenschutz-Folgenabschätzung für nötig, da die Daten von Kindern besonders schutzwürdig seien. Die Stadt Ludwigsburg, die ihre Schulen zur Durchführung des Projekts ermutigt, will er "auf Mäßigung hinwirken".”

  • Wir würden uns sehr auf eine Zusammenarbeit mit der Datenschutzbehörde und über eine Überprüfung freuen, da unsere Lösung dadurch besser wird. Es ist nicht unsere Absicht, Kinder zu tracken, sondern lediglich vor ihnen warnen zu können.
  • Wir haben uns schon immer Gedanken um den Datenschutz gemacht, deswegen haben wir die Lösung mit “Privacy by Design” entworfen. Wir haben unsere Design-Merkmale in einem beiliegenden Dokument dargestellt und auch auf unserer Webseite veröffentlicht. 
  • Dass auch wir möglicherweise nicht an alles gedacht haben, ist uns bewusst. Deswegen freuen wir uns auf Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung unserer Lösung. Die vorgeschlagene Datenschutz-Folgenabschätzung ist ebenfalls ein Weg, um mögliche Fehler zu entdecken und zu korrigieren.



Ansprechpartner für die Presse:
Schutzranzen by Coodriver GmbH
Walter Hildebrandt +49-172-6611135
b.hildebrandt@coodriver.com

Die Coodriver GmbH ist mit Schutzranzen ein deutsches Start-up-Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, mit innovativen Technologien die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu erhöhen. Die Schutzranzen App wurde 2016 mit dem „auto motor und sport-mobility & safety Award“ ausgezeichnet.

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